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Schlafapnoe-Screening – Infarct Protect
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Schlafapnoe-Screening

Überblick

Das Infarct Protect Schlafapnoe-Screening ist eine telemedizinische Dienstleistung zur Schlafapnoe-Früherkennung.

Durch die unkomplizierte Infarct Protect Datenaufnahme ist es möglich innerhalb eines Schlafzyklus ein Risiko für ein mögliches Schlafapnoe-Syndrom ermitteln zu können. Die aufgenommenen Daten werden zuerst mittels speziellen Algorithmen auf dem IP-Server analysiert und anschließend von einem Schlafmediziner individuell befundet. 

Mit diesem einfach durchzuführenden Verfahren hat jeder Anwender (Patient) die Möglichkeit innerhalb kürzester Zeit eine valide Risikoeinschätzung zu erhalten, ob weitere Untersuchungen in einem Schlaflabor notwendig ist.

Was ist Schlafapnoe?

Bei dem sogenannten Schlafapnoe-Syndrom (SAS) kommt es zu Atemstillständen (Apnoephasen) während des Schlafs. 

Schnarchen und Tagesmüdigkeit sind ernstzunehmende Anzeichen für solch eine schlafbezogene Atemstörung.

Die Atemstillstände führen zu einer verringerten Sauerstoffversorgung bei gleichzeitigem Anstieg des Kohlendioxidgehalts des Blutes und dadurch zu wiederholten Aufweckreaktionen (Alarmreaktion des Körpers). Die meisten Aufweckreaktionen führen aber nicht zum bewussten Aufwachen, sondern lediglich zu erhöhten Körperfunktionen, beispielsweise zu beschleunigtem Puls. Deswegen werden sie von den Betroffenen meist nicht wahrgenommen. 

Als Folge eines unbehandelten SAS treten meistens weitere chronische Gesundheitsstörungen auf, und zwar Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Herzinfarkte sowie Schlaganfälle. Ein plötzlicher Herztod tritt bei unbehandeltem SAS mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auf. Seit 2002 wird auch Diabetes mellitus, Typ 2 immer häufiger in Zusammenhang mit dem SAS gebracht.


Einen Überblick über die starke Korrelation von Schlafapnoe zu unterschiedlichen Krankheiten zeigt die folgende Tabelle:

Schlafapnoe und Schlaganfall

Die wiederholten nächtlichen Atemaussetzer sind als ein unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung eines hohen Blutdrucks und Vorhofflimmern nachgewiesen worden, dem größten Risikofaktor für das Auftreten eines Schlaganfalls.

Die Zahlen sind erschreckend: Bei einem Schlaganfall und seiner Vorstufe TIA (transitorische ischämische Attacke) ist in ca. 60% der Fälle ein Schlafapnoesyndrom nachweisbar.
 
Die mit einer Schlafapnoe einhergehenden Atemaussetzer im Schlaf führen zunächst zum Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut, so dass lebenswichtige Organe wie auch das Gehirn schlecht mit Sauerstoff versorgt werden. Die auf jede Atempause folgenden lebensnotwendigen Weckreaktionen treten bei Patienten mit Schlaganfall deutlich verzögert auf, so dass die Apnoephasen länger andauern und somit die Sauerstoffversorgung des Gehirns weiter verschlechtert wird. Dies könnte die erschreckend hohe Todesrate nach eingetretenem Schlaganfall erklären.
Sowohl für die Prävention als auch für die Verbesserung der Prognose nach eingetretenem Schlaganfall sollte die Risikofrüherkennung z. B. beim Hausarzt oder durch eine Selbst-Untersuchung und nachfolgende fachärztliche Abklärung einer schlafbezogenen Atmungsstörung unverzichtbarer Bestandteil der Diagnostik sein.

Schlafapnoe und Herzerkrankungen

Die wiederholten nächtlichen Atemaussetzer bei Schlafapnoe sind ein stark schädigender Faktor für das Herzkreislaufsystem. Die enorme Bedeutung der schlafbezogenen Atmungsstörungen für ganz unterschiedliche Herz-Kreislauferkrankungen ist durch wissenschaftliche Studien belegt und die Zahlen sind alarmierend: So leiden ca. 30% aller Bluthochdruck-Patienten an einer Schlafapnoe. 

Besonders betroffen sind Personen mit einem schwer einstellbaren Hochdruck (wenn mehrere blutdrucksenkende Medikamente notwendig sind): Hier ist sogar in ca. 60 bis 80% der Fälle eine Schlafapnoe vorhanden. 

Ebenso ist bei einer großen Zahl von Patienten mit koronaren Herzerkrankungen oder Herzrhytmusstörungen eine Schlafapnoe nachweisbar. Eine Risikofrüherkennung beim Hausarzt und nachfolgende fachärztliche Abklärung hinsichtlich schlafbezogener Atmungsstörungen sollte somit essentieller Bestandteil der kardiologischen Diagnostik sein.

Schlafapnoe und Diabetes

Die pathologische Glukosetoleranz und Diabetes mellitus stehen in engem Zusammenhang mit schlaf-assoziierten Atmungsstörungen. Insbesondere bei schlecht einstellbarem Diabetes mit verminderter Insulinempfindlichkeit ist an ein mögliches Schlafapnoesyndrom zu denken. Das Ausmaß der nächtlichen Sauerstoffentsättigung ist offensichtlich der wichtigste Faktor für die Entwicklung dieser Insulinresistenz. Wird die Schlafapnoe allerdings rechtzeitig erkannt, hat die effektive nasale Beatmungstherapie (nCAP) für die Betroffenen einen positiven Einfluss auf diesen Zusammenhang. Allein das gewohnheitsmäßige Schnarchen – als typisches Symptom der Schlafapnoe – verdoppelt das Diabetes-Risiko.

Schlafapnoe - Die unterschätzte Gefahr

Etwa 30-50% der Bundesbürger und Bundesbürgerinnen schnarchen und weisen somit ein potentielles Risiko für eine Schlafapnoe-Erkrankung auf.

In Deutschland leiden schätzungsweise mehr als 8 % der Bevölkerung an dieser Erkrankung und damit auch an ihren Folgen – aber die meisten leiden, ohne die Ursache zu wissen. Die Schlafapnoe ist die häufigste schlafbezogene Atemstörung und ähnlich weit verbreitet, wie die chronische Bronchitis oder wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Von über 6 Millionen Betroffenen sind weniger als 5 % diagnostiziert und in therapeutischer Behandlung.

Trotz dieser enormen Anzahl von Betroffenen wird in der Praxis eine Untersuchung auf ein mögliches Schlafapnoe-Syndrom viel zu selten durchgeführt, da bisher ein einfach durchzuführendes und dennoch valides Untersuchungstool nicht zur Verfügung stand.